Verein der Natur- und LandschaftsführerInnen, Inn - Salzach e.V.

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Jürgen Pohl
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Mobil 0170 688 5299
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Der Landkreis Traunstein ist nahezu deckungsgleich mit der als "Chiemgau" bezeichneten Voralpenlandschaft im Südosten Oberbayerns. Im Westen und Norden grenzt er an die Landkreise Rosenheim, Mühldorf und Altötting, im Osten und Südosten an das Berchtesgadener Land, im Südwesten, Süden und Nordosten an die österreichischen Bundesländer Tirol, Salzburg und Oberösterreich. Die geschichtsreiche Landschaft des ehemaligen Salzburgischen Rupertiwinkels und des Chiemgaus ist in ihrer Schönheit und Vielfalt von den Eiszeiten geprägt.

Inn- und Salzachgletscher hinterließen nach ihrem Rückzug langgestreckte, meist mit Laub- oder Mischwald bewachsene Drumlinrücken, zwischen denen größere und kleinere Seen wie der Chiemsee, der Waginger-Tachinger See und die Gewässer des landschaftlich besonders reizvollen Naturschutzgebiets Eggstätt-Hemhofer Seenplatte die bekanntesten sind. Unter den ausgedehnten Mooren der Region ist das Bergener Moor das flächenmäßig größte. Gut erschlossen für Wanderer sind der Kendlmühlfilz - im nahen Grassau empfiehlt sich ein Besuch des Torfmuseums - und der Schönramer Filz bei Petting, in dem ein gut markierter Weg zur Heidewanderung einlädt.

Von besonderer Bedeutung für Natur und Tourismus ist das ca. 9500 ha große Naturschutzgebiet "östliche Chiemgauer Alpen", dessen markante Gipfel das Landschaftsbild prägen. Dort gibt es noch intakte alpine und subalpine Lebensräume mit tiefen Wäldern, Wildbächen, Flüssen, Seen, Mooren und Almen, deren Flora und Fauna viele seltene und geschützte Arten umfasst. Das Gebiet erstreckt sich vom Weitsee bei Reit im Winkl bis in die Gegend südlich von Inzell. Der Rauschberg (1671 m) und das Sonntagshorn (1961m) bei Ruhpolding sind die höchsten Erhebungen. Einen Besuch wert sind die Berge des Prientales wie die Kampenwand (1664 m), der Geigelstein (1813 m) und der mit einer Bergbahn erschlossene Hochfelln (1664 m) bei Bergen.

Der Chiemsee, mit 82 km² Fläche der größte See Bayerns, wird auch als "Bayerisches Meer" bezeichnet. Die Herreninsel - mit dem bekannten König-Ludwig-Schloss - und die Fraueninsel gehören wie der als wärmster See Oberbayerns gerühmte Waginger-Tachinger-See zu den beliebtesten Urlaubszielen.

Die Geschichte der Besiedelung reicht zurück in die Altsteinzeit (vor 7000 J.). Spuren hinterließen die Menschen der Bronze-, Kelten- und Römerzeit (500 n.Chr.). Im Römermuseum "Castrum Bedaium" in Seebruck sind viele Funde aus der römischen Epoche ausgestellt, während im Waginger Bajuwarenmuseum vor allem Gräberfunde aus der Zeit der Völkerwanderung bis hin zur Zeit der Christianisierung und der Entstehung der ersten Bistümer zu bewundern sind. Eine bedeutende Persönlichkeit war der heilige Rupert, erster Bischof von Salzburg und Namensgeber des Rupertiwinkels. Um 700 n. Chr. geriet der Chiemgau unter die Herrschaft der Karolinger. Irmengard, die Urenkelin Kaiser Karls des Großen, wirkte als hochverehrte, wohltätige Äbtissin in jenem Kloster auf der Fraueninsel im Chiemsee, das Bayernherzog Tassilo, der Widersacher des Kaisers, 763 gegründet hatte. Von 1180 bis 1918 bestimmte das Haus Wittelsbach die Geschichte Bayerns. Wirtschaftlich prägend für die Region waren vom 14. Jahrhundert bis 1910 die Salzgewinnung und der Salzhandel. Die Sole wurde von Bad Reichenhall über die Berge zu den Sudpfannen in Traunstein geleitet, eine technische Meisterleistung, die ihresgleichen sucht. Der Soleleitungsweg kann heute teilweise erwandert werden. Historische Zeugnisse aus jener Zeit sind im Holzknechtmuseum Ruhpolding und an der Hubanlage Klaushäusl bei Grassau zu bewundern.



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