Verein der Natur- und LandschaftsführerInnen, Inn - Salzach e.V.

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Jürgen Pohl
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Der Flachgau als der nördlichste der fünf Gaue des Bundeslandes Salzburg liegt nicht nur zentral in der Landschaft des Salzburger Beckens, sondern reicht auch weit in das Bergland des Salz-kammergut - Anteils hinein. Sein topografisches Aussehen ist zum überwiegenden Teil jedoch nicht "flach", sondern vielmehr ein Hügelland. In das sich Seen, Klammen, aber auch Voralpenberge harmonisch einbetten.

Die Gesamtfläche des Flachgaues beträgt 100,416 ha, und es sind über 37 Gemeinden angesiedelt.

Siedlungsfunde, unter anderem am Plateau des Schlossberges von Mattsee und am Wachtberg im Oichtental, dokumentieren, dass der Flachgau bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war. In der Bronzezeit bevölkerten die Menschen der sogenannten Urnenfelderkultur den Flachgau und vermischten sich mit den in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten auch im Flachgau beherrschend werdenden Kelten. In der Römerzeit entstanden wirtschaftliche bedeutende Ansiedlungen, die nach den Stürmen der Völkerwanderungszeit im Zuge der bajuwarischen Landnahme weiter ausgebaut wurden. Ab der Besiedlung des Flachgaues durch die Bajuwaren zählte der Flachgau - wie auch die übrigen Teile des heutigen Bundeslandes Salzburg - zum Herrschafts-Bereich der Bayernherzöge, wobei die Teile das Flachgaues durch Gaugrafen zur Rechts- und Friedenswahrung als königliche Amtsträger verwaltet wurden. Nach Übernahme der weltlichen Macht durch die Erzbischöfe des Hoch- und Erzstiftes Salzburg wurden die alten Adelsgeschlechter in der Führung der Grafschaften durch kirchliche Vögte und später durch Pfleger abgelöst. Als im 14. Jahrhundert die territoriale Landwerdung Salzburgs als souveränes geistliches Fürstentum im Verband des heiligen Römischen Reiches deutscher Nation abgeschlossen war, wurde die Verwaltung des Flachgaues im Rahmen der Pfleg -gerichtsbezirke wahrgenommen. Mehrere Pfleger und Landrichter verwalteten den Flachgau und übten in ihrem jeweiligen Amtsbezirk sowohl die Verwaltung als auch die Gerichtsbarkeit bis zum Ende der Selbstständigkeit des Fürstentums Salzburg im Jahre 1803 aus.

Als Wahrzeichen des Flachgaues wurde die Kaiserbuche auf dem Haunsberg gewählt. Dieser mächtige, rund 200 Jahre alter Baum erinnert an den Besuch Kaiser Josef II im Jahre 1779, als er das heute oberösterreichische Innviertel besichtigte, das als vordem kurbayerisches Territorium 1778 zu Österreich gekommen war.

Im Flachgau wurden qualitativ hochwertige Verkehrsverbindungen eingerichtet, die aber auf die geographischen und landwirtschaftlichen Gegebenheiten Rücksicht genommen haben, so dass die Einzigartigkeit dieser Landschaft gewahrt blieb. Die enge wirtschaftliche Verknüpfung mit der Stadt Salzburg, das im Norden des Flachgaues angrenzende Bundesland Oberösterreich sowie die Grenzlage zu Bayern werden zu einem weiteren und verstärktem Ausbau der Verkehrsverbindungen verpflichten. In der Barockzeit haben namhafte Künstler, wie der Bildhauer Guggenbichler, der Erbauer des Hochaltars der Pfarrkirche Strasswalchen, oder der nicht minder bekannte Baumeister Johann Bernhard Fischer von Erlach, Erbauer des eindrucksvollen und in seiner Anlage einzigartigen Schlosses Klessheim, ihre Spuren hinterlassen.




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